Warum Marokko als Geheimfavorit zur WM fährt
ZDF
Marokkos Investitionen in den Fußball sind enorm, die Ziele des Landes ebenso. Was steckt dahinter und hat die Entwicklung auch eine Kehrseite?
Marokkos Investitionen in den Fußball sind enorm, die Ambitionen des nordafrikanischen Landes ebenso. Was steckt dahinter und hat die Entwicklung auch eine Kehrseite? Kurz vor dem Jahreswechsel ließ Ex-Nationalspieler Toni Kroos aufhorchen. In einem gemeinsamen Interview mit der brasilianischen Fußball-Ikone Romário antwortete der Weltmeister von 2014 auf die Frage nach seinen Favoriten für die bevorstehende Fußball-WM: "Eine Überraschung. Ich würde Marokko sagen." Beim gerade zu Ende gegangenen Afrika-Cup im eigenen Land mussten sich die "Löwen vom Atlas" nach dem verlorenen Skandal-Finale gegen den Senegal zwar mit dem zweiten Platz begnügen. Sie gelten aber weiter als größte Hoffnungsträger des afrikanischen Kontinents auf den erstmaligen Gewinn der WM-Krone. Bei der WM 2022 in Katar erreichten sie als erste afrikanische Mannschaft immerhin das Halbfinale. "Diese Spieler spielen alle in Topligen in Topmannschaften", sagt der ehemalige marokkanische Nationalspieler Youssef Mokhtari in der Sendung Bolzplatz über die aktuelle Nationalelf. "Das sind alles Spieler, die wissen, worum es geht, die spielen immer in vollen Stadien, die wissen, mit dem Druck umzugehen." Dank Stars wie Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain und Brahim Diaz von Real Madrid besitzt der Kader einen Gesamtwert von rund 436 Millionen Euro - der höchste aller afrikanischen Nationalmannschaften. Dazu kommen einige hoffnungsvolle junge Spieler wie Eliesse Ben Seghir (20) von Bayer Leverkusen oder Bilal El Khannouss (21) vom VfB Stuttgart. Das Reservoir an Talenten ist groß, Marokko gewann sowohl 2023 den U23-Afrika-Cup als auch die U20-WM im vergangenen Herbst. "Der Erfolg im Jugendbereich basiert immer noch auf Spielern, die in Europa ausgebildet wurden", erklärt Kicker-Reporter Martin Roser im Bolzplatz. Aber 2009 sei vor den Toren der Hauptstadt Rabat für die Nachwuchsausbildung auch die Königliche Akademie gegründet worden, ein Komplex "der wahrscheinlich jeden Bundesligisten neidisch machen würde", so Roser.













