Warum die Unruhe beim 1. FC Köln auch am Trainer liegt
ZDF
Beim Aufsteiger 1. FC Köln ist es mit der Ruhe nach sieben Spielen ohne Sieg vorbei. Das liegt auch an wechselhaften Aussagen des Trainers.
Beim Aufsteiger 1. FC Köln ist es mit der Ruhe nach sieben Spielen ohne Sieg vorbei. Das liegt auch an wechselhaften Aussagen des Trainers. Am 6. Dezember war Lukas Kwasniok zu Gast im aktuellen sportstudio des ZDF. Der Trainer des 1. FC Köln war trotz des 1:1 am Nikolaustag gegen den FC St. Pauli einigermaßen gut gelaunt, obwohl der Aufsteiger in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen musste. Kwasniok stellte sich als eloquenter Gast vor, der zu dieser Zeit mit seinem offensiven Bekenntnis zum Verein und zur Stadt als neuer Volkstribun in Köln galt. Köln, das ist ein wundersamer Ort, der sich in Bezug auf sein großes Identifikationsobjekt FC nach genau solchen Figuren sehnt. Zwei Wochen später folgte der kurze Winterurlaub. Danach haben sich die Dinge verschoben. Gegen Kwasniok. Und am Mittwoch kommt der FC Bayern zum Abschluss der Hinrunde ins Kölner Stadion. Inzwischen gilt Kwasniok nicht mehr als unantastbar. Das hängt vor allem mit der Kölner Negativserie von sieben sieglosen Spielen in Folge zusammen, in dieser Zeit verbuchte der Klub nur drei Punkte. Vor allem aber liegt die neue Entwicklung an Kwasniok selbst, der sich Anfang Januar im Trainingslager im spanischen La Nucia bei Benidorm mit seiner Mannschaft anlegte. Er warf ihr lautstark mangelnden Trainingseifer vor. Eine solche wachrüttelnde Reaktion solle auch mal aus der Mannschaft kommen und nicht immer nur vom Trainer, ließ Kwasniok später wissen. Kwasnioks Attacke auf die Mannschaft war zuvor mit Sportdirektor Thomas Kessler und dem Vizepräsidenten Ulf Sobeck abgesprochen. Die Mannschaft reagierte verblüfft und erschrocken. Hinzu kommen permanente Wechsel der Startformation. Das ist eine bewusste Entscheidung von Kwasniok, der seine erste Elf immer am Gegner ausrichtet. Wegen dieser Taktik verzichtet er allerdings auf den Aufbau einer eingespielten Formation. Vor allem die Tatsache, dass er seinen besten Torschützen Said El Mala beim 2:2 in Heidenheim am Samstag nicht von Anfang an hat spielen lassen, verblüffte. Denn für El Mala lief der 18-jährige A-Jugendspieler und Bundesliga-Debütant Fynn Schelten auf.













