Warum erinnern wir uns ausgerechnet an Unangenehmes so gut?
Süddeutsche Zeitung
Wenn wir uns schämen, dann prägt sich dieser Moment ein. Die Episode wird abgespeichert wie ein Film. Nun haben Forscher herausgefunden, was im Gehirn genau passiert, um stressige Augenblicke unvergessen zu machen.
Ihre Mienen bleiben steinern. Der Mann und die Frau sitzen am Tisch, fixieren den Probanden, der vor ihnen steht, und hören seinem Vortrag zu. Sie nicken nicht, lächeln nicht, geben keinerlei Zeichen, dass sie interessiert sind oder überhaupt verstehen, was gesagt wird. Ab und zu runzeln sie die Stirn. Der Proband erzählt, welche Fähigkeiten er für den Job mitbringt. Fünf Minuten hatte er zuvor Zeit, um sich Notizen für diesen Vortrag zu machen. Verwenden darf er die Notizen nun nicht.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











