
Volker Wissing rechnet mit der FDP ab
n-tv
Das Ende der Ampelkoalition wirkt bei der FDP nach. Ex-Parteimitglied Wissing schließt eine Rückkehr zu den Liberalen aus. An Kritik spart der frühere Bundesminister nicht.
Das Ende der Ampelkoalition wirkt bei der FDP nach. Ex-Parteimitglied Wissing schließt eine Rückkehr zu den Liberalen aus. An Kritik spart der frühere Bundesminister nicht.
Der ehemalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat den aktuellen Kurs seiner Ex-Partei FDP scharf kritisiert und eine Rückkehr in eine Führungsrolle ausgeschlossen. Die aktuelle Ausrichtung der Partei sei seiner Ansicht nach die Ursache für die schlechten Zustimmungswerte: "Der libertäre Kurs, der dort gefahren wird, den halte ich doch für recht fragwürdig. Wir sind 2021 nicht mit so einem Kurs in die Bundesregierung gegangen, sondern hatten ein breiteres Verständnis von Liberalismus", sagte er im "Spiegel".
Eine Rückkehr an die Parteispitze lehnte der 55 Jahre alte Wissing zugleich klar ab. Auf die Frage nach einer Rückkehr sagte er: "Nein, ich bin glücklicher Rechtsanwalt und zufrieden mit meiner Kanzlei. Ich freue mich, dass ich ab Mai dort wieder Mandate annehmen kann."
Wissing sagte außerdem, es sei "wichtig, dass man sich in der Politik mit der Frage beschäftigt, was ist denn richtig fürs Land". Politik werde aus seiner Sicht zu stark von PR-Erwägungen dominiert: "Ich bin der Überzeugung, dass die Suche nach der ethisch richtigen Entscheidung Politik mehr prägen sollte als die Suche nach der optimalen Außenwirkung."
Mit Blick auf das Ende der Ampelkoalition distanzierte sich Wissing vom Vorgehen der FDP-Führung. Er erklärte: "Ich habe mich jeden Tag gefragt, ob ich die Dinge, die ich mache, verantworten kann, und mich am Ende an bestimmten Stellen anders entschieden als meine Partei." Besonders problematisch sei aus seiner Sicht der Koalitionsbruch gewesen. "Der Demokratie Optionen zu nehmen, das ist ein Schritt, den man sich sehr gut überlegen muss."













