
FBI ermittelt gegen zurückgetretenen Terrorbekämpfer Joe Kent
n-tv
Der Leiter der US-Terrorbekämpfung Kent wirft hin - mit einem Knall. In seinem Brief stellt er die Begründungen der US-Regierung für den Iran-Krieg als falsch dar. Kurz darauf wird gemeldet, dass das FBI gegen ihn ermittelt - angeblich schon länger.
Der Leiter der US-Terrorbekämpfung Kent wirft hin - mit einem Knall. In seinem Brief stellt er die Begründungen der US-Regierung für den Iran-Krieg als falsch dar. Kurz darauf wird gemeldet, dass das FBI gegen ihn ermittelt - angeblich schon länger.
Das FBI ermittelt Medienberichten zufolge gegen den kürzlich zurückgetretenen Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joe Kent. Laut Semafor steht die Untersuchung im Zusammenhang mit einer angeblichen Weitergabe geheimer Informationen. Sie sollen allerdings bereits lange vor Kents Rücktritt am Dienstag begonnen haben, wie Quellen bestätigen. Weder Kent noch das FBI äußerten sich bisher dazu.
Der ehemalige stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Taylor Budowich, behauptete kurz nach Kents Rücktritt auf X, dieser habe "oft im Zentrum von Informationslecks zur Nationalen Sicherheit" gestanden und verbrachte seine gesamte Zeit damit, "die Befehlskette zu untergraben und den Präsidenten zu schwächen". Welche Informationen Kent weitergegeben haben soll, schrieb Budovich hingegen nicht.
Kent hatte am Dienstag in einem offenen Brief seinen Rücktritt als Chef des Zentrums für Terrorbekämpfung erklärt. Darin kritisierte er den Iran-Krieg der US-Regierung scharf. Er sagte, dass aus seiner Sicht "keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation" bestanden habe. Seiner Meinung nach seien die USA "aufgrund des Drucks Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby begonnen" worden. "Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen", so Kent.
Am Tag nach seinem Rücktritt erklärte Kent in einem Interview mit dem ehemaligen Fox-News-Moderator Tucker Carlson, dass es keinerlei Geheimdienstinformationen gegeben habe, nach denen der Iran vor einem Präventivschlag gegen die USA stand. Die Fertigstellung einer Atombombe habe ebenfalls nicht bevorgestanden, so Kent. Im Vorfeld des Krieges habe es keine intensive Debatte gegeben. Stattdessen habe "die israelische Seite die Entscheidung vorangetrieben", behauptet er.













