
Vermummt ein jüdisches Restaurant angegriffen – dank DNA-Spur verurteilt
Die Welt
Ein Neonazi-Mob attackierte 2018 in Chemnitz ein jüdisches Restaurant mit Steinen, verletzten den Betreiber. Obwohl dieser nur die Augen der Angreifer sah und es keine weiteren Zeugen gab, wurde ein Täter nun verurteilt. Die „logische Kette“ der Ermittler überzeugte das Gericht.
Uwe Dziuballa hat lange auf diesen Tag gewartet. Um kurz nach acht Uhr morgens läuft der Wirt mit einer Aktentasche unter dem Arm von seinem Restaurant durch die Chemnitzer Innenstadt zum Amtsgericht. Ein Spaziergang von 20 Minuten. Er hofft, dass heute ein Kapitel abgeschlossen wird, das ihn seit drei Jahren bedrückt, beschäftigt und belastet hat. Es geht um den Überfall von rund zehn schwarz gekleideten, vermummten Neonazis auf sein Lokal „Schalom“. Dziuballa wurde damals an der Schulter durch einen Steinwurf verletzt; eine Fensterscheibe und die Hauswand beschädigt. „Eine Zäsur“ sei das in seinem Leben gewesen, ein Schock war der Angriff sowieso.
Ermittlungen, Abhörmaßnahmen, schwere Anschuldigungen: Der frühere BND-Präsident August Hanning sagt gegenüber WELT, dass er im Fall Christina Block zu Unrecht ins Visier der Justiz geraten sei. Er bestreitet die Beteiligung an einer Kindesentziehung oder deren Planung – und kritisiert seinerseits die Strafverfolger.

Trotz Unmuts in der AfD-Bundesspitze tritt die Landtagsabgeordnete Lena Kotré mit Rechtsextremist Martin Sellner auf. Aufforderungen aus ihrer Partei, sie habe allein das „Remigrationskonzept“ ihrer Partei zu vertreten, folgt sie nicht. Gegenüber früheren Äußerungen werden bei Sellner Widersprüche deutlich.











