
Verein: Höchstwert rechter Straftaten in Brandenburg
n-tv
Rechte Gewalt nimmt in Brandenburg nach Einschätzung der Beratungsstelle Opferperspektive zu. Wo liegen die regionalen Schwerpunkte?
Rechte Gewalt nimmt in Brandenburg nach Einschätzung der Beratungsstelle Opferperspektive zu. Wo liegen die regionalen Schwerpunkte?
Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl rechter Gewalttaten ist in Brandenburg nach Angaben des Vereins Opferperspektive im vergangenen Jahr auf einen Höchstwert gestiegen. Für 2025 seien 290 rechte, rassistische, antisemitische und queerfeindliche Angriffe gezählt worden, teilte der Verein mit. Im Jahr zuvor waren es 273 Angriffe. Auch die Zahl der Betroffenen habe mit 523 einen Höchstwert erreicht.
Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr nach Angaben des Innenministeriums einen Anstieg an politisch motivierten Gewaltstraftaten von rechts im Vergleich zu 2024. Damals wurden 113 Taten gezählt, die genauen Zahlen werden noch veröffentlicht. Die Opferperspektive orientiert sich an der Polizeistatistik, die Zahlen unterscheiden sich aber - unter anderem, weil Bedrohung und Nötigung laut Verein bei ihm unter die Definition als Gewaltstraftaten fallen, anders als bei der Polizei.
Die Opferperspektive sieht eine "gefährliche Normalisierung rechter Gewalt". Geschäftsführerin Judith Porath sagte, die Taten rechter Gewalttäter richteten sich hauptsächlich gegen tatsächliche und vermeintliche Migrantinnen und Migranten sowie gegen politische Gegner. "Ganz besonders besorgniserregend für uns: die Zunahme gezielter und geplanter Angriffe", sagte Porath.
Der Schwerpunkt der Angriffe liegt nach Angaben der Opferperspektive in Nordbrandenburg. Die meisten Angriffe gab es im vergangenen Jahr im Kreis Märkisch-Oderland mit 46, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Dahinter folgen die Stadt Cottbus mit 38 Angriffen und der Kreis Oberhavel mit 23 Angriffen.













