
Van der Poel attackiert Rad-Gigant Pogacar in "heiliger Woche"
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Flandern-Rundfahrt: Mathieu van der Poel attackiert Rad-Gigant Tadej Pogacar in "heiliger Woche"
In Flandern und Roubaix kulminiert die kurze Kopfsteinpflaster-Saison. Kann Mathieu van der Poel seinen großen Rivalen Tadej Pogacar stoppen? Oder schlägt die Stunde eines überraschend startenden Superstars?
Mathieu van der Poel ergriff vorsorglich schon einmal die Flucht. Da das Wetter in der Heimat zwischen regnerisch und stürmisch schwankte, düste der Niederländer per Privatjet in die Sonne Spaniens. Nichts sollte die Vorbereitung auf die Flandern-Rundfahrt einschränken. "De Ronde", Belgiens heimlicher Nationalfeiertag, steigt am Ostersonntag und bildet den Auftakt zu zwei weiteren - womöglich epischen - Duellen mit Über-Radprofi Tadej Pogacar.
"Letzte Vorbereitung in Spanien für die Heilige Woche", verkündete van der Poel auf Instagram und bestieg den Flieger. In der Nähe von Calpe an der Costa Blanca hat der 31-Jährige seine Schönwetter-Basis. Dort trainierte er an der Seite von Jordi Meeus, dessen Team Red Bull am Donnerstag eine Überraschung parat hatte: Olympiasieger Remco Evenepoel wird erstmals in Flandern starten. Kann er beim Duell zwischen van der Poel und Pogacar dazwischenfunken?
"Ich bin hier, weil ich das Gefühl habe, gewinnen zu können", sagte Evenepoel und versicherte, "alles getan zu haben, um bereit zu sein". Er sagt: "Ich glaube nicht, dass ich in Bezug auf die Streckenkenntnis hinter den anderen zurückliege." Der Zeitfahr-Weltmeister war unweit der Strecke in Aalst in Ostflandern aufgewachsen. In Belgien, in seiner Heimat, drehen sie jedenfalls schon durch wegen der Start-Überraschung.
Aber erstmal stehen die anderen im Fokus: Van der Poel ist eigentlich der beste Klassikerfahrer seiner Generation. Dreimal gewann er in Flandern, dreimal in Roubaix. Unsterbliche Siege in der sogenannten Heiligen Woche des Radsports, da beide Monumente stets nur sieben Tage auseinanderliegen. Wäre da nicht Pogacar, der aufgrund seiner wohl einmaligen Vielfältigkeit auch als ein viermaliger Sieger der Tour de France auf dem holprigen Pflaster um Siege fährt. Zweimal zeigte der Slowene van der Poel in Flandern auf empfindsame Weise bereits die Grenzen auf.













