
Skandalspiel "für Fußball-Deutschland sehr enttäuschend"
n-tv
Um Fußball geht es in der Zweitliga-Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC lange nicht. Fans stürmen den Platz, Pyrotechnik wird hin und hergeschossen, die Polizei ist mit großem Aufgebot im Einsatz und ermittelt. Beide Klubs verurteilen den Eklat.
Um Fußball geht es in der Zweitliga-Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC lange nicht. Fans stürmen den Platz, Pyrotechnik wird hin und hergeschossen, die Polizei ist mit großem Aufgebot im Einsatz und ermittelt. Beide Klubs verurteilen den Eklat.
Den entscheidenden Treffer von Marten Winkler zum 1:0 (0:0)-Sieg von Hertha BSC bei Dynamo Dresden (80.) sahen nur noch wenige Fans des Zweitliga-Klubs im Stadion. Das Skandalspiel hatte seine Spuren hinterlassen. Etwa 600 Gästefans hatten das Rudolf-Harbig-Stadion nach der zweiten Spielunterbrechung vorzeitig verlassen, teilte die Polizei in der Nacht mit. Sie seien in Richtung Autobahn eskortiert worden.
Zwar feierten die verbliebenen Berliner Anhänger dann doch wieder mit Gesängen, nachdem sie den Support zuvor eingestellt hatten. Doch beim Klub wollte die Freude nicht so recht ankommen. "Ich wurde angesprochen, was überwiegt? Ich freue mich für meine Mannschaft. Ich freue mich, dass wir das Spiel gewonnen haben, denn es geht um den Sport", sagte Trainer Stefan Leitl. "Alles andere hat auf dem Fußballplatz nichts verloren. Für Fußball-Deutschland ist es schon sehr enttäuschend, was heute Abend hier leider in Dresden passiert ist."
Auf den Platz stürmende Fans hatten für einen Eklat gesorgt. Zuvor hatten beide Fanlager Pyrotechnik gezündet. Dann sprangen plötzlich Hertha- und Dynamo-Anhänger über die Zäune. Die Dresdner Anhänger rannten vermummt quer übers Spielfeld in Richtung Hertha-Fanblock. Beide Fanlager schossen Pyrotechnik hin und her.
Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Zweitliga-Begegnung unterbrechen und schickte die Teams nach den Krawallen in die Kabine. Für seinen professionellen Umgang mit der schwierigen Lage bekam er Lob von beiden Trainern. Unterdessen versuchten Polizisten, die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block zu drängen. Dort wurde dann eine Hertha-Fahne abgebrannt.













