
Brutales Foul beendet Skandal-Derby mit 175 Strafminuten
n-tv
Eishockey? Darum geht es zwischen Red Bull München und dem ERC Ingolstadt im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga nur am Rande. Das Spiel läuft völlig aus dem Ruder. Dann schlägt auch noch Nationalspieler Fabio Wagner einen Konkurrenten bewusstlos.
Eishockey? Darum geht es zwischen Red Bull München und dem ERC Ingolstadt im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga nur am Rande. Das Spiel läuft völlig aus dem Ruder. Dann schlägt auch noch Nationalspieler Fabio Wagner einen Konkurrenten bewusstlos.
Plötzlich war es still in der ausverkauften Ingolstädter Arena. "Ärzte aufs Eis", rief der Stadionsprecher. Dort lag der ERC-Verteidiger Edwin Tropmann bewusstlos, die Zuschauer schwiegen in Schockstarre. Eishockey-Nationalspieler Fabio Wagner hatte den 20-Jährigen mit einem brutalen Check gegen den Kopf niedergestreckt.
Minutenlang musste Tropmann behandelt werden, ehe er auf der Trage aus dem Stadion gebracht wurde - direkt ins Krankenhaus. Das vierte Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen Ingolstadt und Red Bull München war völlig aus dem Ruder gelaufen. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, griffen die Schiedsrichter Christopher Schadewaldt und Marian Rohatsch zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nach kurzer Beratung mit Trainern und Kapitänen warfen sie den Puck ein und ließen die verbleibenden 100 Sekunden von der Uhr laufen. An Eishockey war nicht mehr zu denken, das Spiel beim Stand von 7:2 für die Gastgeber ohnehin schon lange entschieden.
175 Strafminuten hatten die Referees insgesamt verhängt, 125 alleine gegen München, Olympia-Teilnehmer Wagner war der dritte Red-Bull-Spieler, der mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe in die Kabine musste. Pressekonferenz und Interviews wurden abgesagt, lediglich Münchens Trainer Oliver David äußerte sich bei MagentaSport. Es sei "Teil des Spiels, einen Weg zu ins Spiel zurückzufinden, und sei es für das nächste Spiel", sagte der Amerikaner und sprach von einer "sehr unglücklichen" Aktion und einem "Unfall".
Wagner, langjähriger Kapitän in Ingolstadt, hatte Tropmann aber auf sich zulaufen sehen und offenbar bewusst attackieren wollen. "Ich kenne ihn als astreinen, super feinen Kerl", sagte Ex-Nationalspieler Christoph Ullmann als MagentaSport-Experte, "aber das war ein totaler Blackout." Ingolstadts Manager Tim Regan meinte später: "Das hat mit Eishockey nichts zu tun. Das schadet unserem Produkt und der Gesundheit der Spieler."













