Unter Gaffern
Süddeutsche Zeitung
Streiten sich zwei Juden, freut sich der Deutsche. Ein Text über Maxim Biller, Max Czollek und die Chuzpe der Nicht-Juden.
Ich hatte ursprünglich einen enorm komischen Anfang für diesen Artikel: In diesem Anfang erkläre ich gleich im ersten Satz "der Aufrichtigkeit zuliebe", nicht jüdisch zu sein, kurz danach kommt aber raus, dass ich sehr wohl jüdisch bin und nur deshalb das Gegenteil behauptete, weil Maxim Biller auf einem Literaturfest vor einem guten Dutzend jüdischen Schriftstellern (unter anderem mir) sagte, er und Robert Menasse seien die einzigen jüdischen Schriftsteller im deutschsprachigen Raum. Und später in dem enorm komischen Anfang drücke ich Maxim Biller und Max Czollek an meinen knietief baumelnden Babushka-Busen und flüstere: "Bubele, keiner schriftstellert so jüdisch wie ihr." Wie gesagt, enorm komisch - aber dieser Anfang liegt seit ein paar Wochen auf meiner Festplatte in einem Ordner namens "Mach's nicht". Er liegt da, seit ein jüdischer Freund mit ungewohntem, unerwartetem Ernst sagte: "Wir sind in Deutschland" und "Die Deutschen verstehen nichts und geilen sich auf, wenn Juden sich streiten" und "Sei dir deiner Verantwortung bewusst".

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