
Unis stellen Forderungen: Willkommenskultur und Geld
n-tv
München (dpa/lby) - Die Universitäten im Freistaat haben in einem gemeinsamen Positionspapier zehn Forderungen aufgestellt, damit die Maßnahmen der Staatsregierung zur Stärkung des Hochschulstandorts Bayern auch tatsächlich fruchten. Sie betreffen die Finanzen ebenso wie andere Rahmenbedingungen, wie der Verein Universität Bayern am Dienstag in München mitteilte. Diesem gehören alle 13 bayerischen Universitäten an.
So müsse Bayern als Studien- und Wissenschaftsstandort mithilfe einer Kampagne zur Gewinnung von talentierten Studierenden und eines Programms zum Halten von Absolventen weiter gestärkt werden, hieß es. Dazu müsse bezahlbarer Wohnraum gefördert und in den Ausländerämtern eine neue Willkommenskultur etabliert werden.
Zudem fordern die Universitäten mehr Geld: Der Grundhaushalt sei um 15 Prozent zu erhöhen. Um die angestrebte Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 erreichen und den Investitionsstau abbauen zu können, sei ein Sonderprogramm für nachhaltige bauliche Infrastruktur in Höhe von 15 Milliarden Euro erforderlich.
Darüber hinaus bedürfe es unter anderem eines Programms für den Transfer der sozialen und technologischen Innovationen und für die Stärkung des Entrepreneurship-Gedankens, betonten die Universitäten. Auch eine Offensive zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und der digitalen Prozesse an den Hochschulen sei nötig. Und nicht zuletzt sollten die Zuständigkeiten in der Staatsregierung für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wieder in einem Ministerium zusammengeführt werden.
