
Auf den Stock gesetzt - Knickpflegesaison endet
n-tv
Knicks sind eine schleswig-holsteinische Besonderheit. Ihre ökologische Funktion können sie nur erfüllen, wenn sie entsprechend gepflegt werden. Ein paar Tage können die Gehölze noch geknickt werden.
Knicks sind eine schleswig-holsteinische Besonderheit. Ihre ökologische Funktion können sie nur erfüllen, wenn sie entsprechend gepflegt werden. Ein paar Tage können die Gehölze noch geknickt werden.
Flensburg (dpa/lno) - In rund einer Woche gehören die Knicks wieder den Tieren. Noch bis Ende Februar dürfen die Bauern in Schleswig-Holstein die markanten Baum- und Gestrüpphecken pflegen und auf den Stock setzen, also stark zurückschneiden. "Knicks weisen überwiegend eine strauchige Struktur auf, diese wird nur bei einem regelmäßigen Auf-den-Stock-Setzen erhalten", sagte eine Sprecherin des Bauernverbandes. "Unterbleibt diese Pflegemaßnahme, wachsen Knicks zu Baumreihen durch."
Werden die Wallhecken nicht alle zehn, zwölf Jahre auf den Stock gesetzt, "geknickt", werden sie licht und verlieren ihre typischen Schutzfunktionen. Nach dem Schnitt treiben sie hingegen wieder aus, wachsen dicht hoch und können so ihre Funktionen als Windbremse, Brutplatz für Vögel und Nahrungsquelle für viele Tierarten erfüllen, wie der Nabu mitteilte.
Landwirte rücken heutzutage oft mit schwerem Gerät an, um das Gehölz aus den Knicks zu entfernen. Früher musste diese Arbeit per Hand mit Beil und Säge gemacht werden. Das Schnittgut wird teilweise noch vor Ort zu Hackschnitzel geschreddert. "Somit dient der Knick auch als Rohstofflieferant", sagte die Sprecherin des Bauernverbandes.
Zudem dienen Knicks als Erosionsschutz. Diese Funktion ließ sich gerade bei dem Schnee der vergangenen Wochen veranschaulichen, wie die Verbandssprecherin sagte. "So einige Schneeverwehungen türmen sich am Knick auf. Es wird nicht nur der Schnee zurückgehalten, durch die Windbarrieren wird auch die Bodenerosion verringert."













