
Unabsehbare Folgen: Zweitgrößter See Deutschlands entsteht in alter RWE-Braunkohlegrube
Frankfurter Rundschau
Die Tagebaue sollen mit Rheinwasser geflutet werden. Doch das Wasser ist mit Chemikalien belastet.
Wenn in diesen Tagen von der Krise fossiler Energieträger und von möglichen Maßnahmen dagegen die Rede ist, wird oft an die Ölkrise Anfang der Siebziger Jahre erinnert, der man hierzulande mit autofreien Sonntagen und einem Tempolimit begegnete. Weniger Erwähnung findet der tiefgreifendste und folgenschwerste Schluss, der damals gezogen wurde: Nach Jahrhunderten des kleinteiligen Abbaus von Braunkohle im Rheinischen Revier besann sich die Politik im großen Stil auf den „heimischen Energieträger“ und setzte die Erschließung der gigantischen Kohlefelder in der niederrheinischen Bucht in Gang. In der Folge entstanden mit den Tagebauen Garzweiler, Hambach und Inden Europas größte Löcher – und der Minen- und Kraftwerksbetreiber Rheinbraun (heute RWE Power) machte es sich in der Gewissheit bequem, dieses Geschäftsfeld bis zum Jahr 2045 ungestört ausbeuten zu können.













