
Tschechien und Ukraine boykottieren Eröffnungsfeier der Paralympics
n-tv
Wenige Wochen vor Beginn der Paralympics 2026 eskaliert der Streit um die Rückkehr russischer und belarussischer Athleten unter eigener Flagge. Die vor bald vier Jahren von Russland überfallene Ukraine kündigt einen Boykott der Eröffnungsfeier an und erhält Unterstützung eines anderen europäischen Landes.
Wenige Wochen vor Beginn der Paralympics 2026 eskaliert der Streit um die Rückkehr russischer und belarussischer Athleten unter eigener Flagge. Die vor bald vier Jahren von Russland überfallene Ukraine kündigt einen Boykott der Eröffnungsfeier an und erhält Unterstützung eines anderen europäischen Landes.
Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren - und bekommt Unterstützung aus Tschechien. "Das ukrainische Paralympics-Team und das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine boykottieren die Eröffnungsfeier der 14. Paralympischen Winterspiele und fordern, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Paralympics 2026 nicht verwendet wird", schrieb das Ukrainische Paralympische Komitee in einem am heutigen Freitag veröffentlichten Statement.
Wenige Stunden später kündigte auch das Paralympische Komitee Tschechiens diese Maßnahme an. "Wir werden in keiner Weise an der Eröffnungsfeier teilnehmen", hieß es in einer Stellungnahme der Tschechen, deren Meinung in dieser Sache "von Anfang an fest und unverändert geblieben" sei: "Wir sind mit der Teilnahme von Russland und Belarus an den Spielen nicht einverstanden."
Zuvor hatten bereits ukrainische Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Die Ukraine fühlt sich angesichts der Teilnahme von Russen und Belarussen unter eigener Flagge an den Winterspielen verraten. Für die Wettkämpfe werde man nach eigenen Angaben dennoch mit einer Delegation von 36 Sportlerinnen und Sportlern, 22 Trainern sowie weiteren Betreuern nach Norditalien reisen.
"Wir werden für die sportlichen Siege der ukrainischen Athleten bei den XIV. Paralympischen Winterspielen kämpfen und uns gemeinsam mit Athleten anderer Länder für die Grundsätze der Gerechtigkeit im paralympischen Sport einsetzen", hieß es in dem Statement. Gleichzeitig sei man "allen Ländern Europas und der Welt dankbar für ihre Solidarität im Kampf gegen die militärische Aggression Russlands und seine Drohungen gegenüber europäischen Ländern".

Das deutsche Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat bei den Winterspielen von Mailand und Cortina Bronze im Teamsprint gewonnen. Die beiden Oberstdorferinnen müssen sich nur den Olympiasiegerinnen Sundling und Dahlqvist aus Schweden und Kälin/Fähndrich aus der Schweiz geschlagen geben.












