
Mikaela Shiffrin kann endlich akzeptieren, dass ihr Vater tot ist
n-tv
Nach dem Drama um Lindsey Vonn steht zum Abschluss der alpinen Skirennen bei den Olympischen Spielen noch mal deren US-Kollegin Mikaela Shiffrin im Fokus. Ihr Triumph ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert.
Nach dem Drama um Lindsey Vonn steht zum Abschluss der alpinen Skirennen bei den Olympischen Spielen noch mal deren US-Kollegin Mikaela Shiffrin im Fokus. Ihr Triumph ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert.
Tagelang hatte die beste Skirennfahrerin der Gegenwart bei den Winterspielen in Italien allenfalls eine Nebenrolle - doch dann schlug sie zurück. US-Star Mikaela Shiffrin hat das Olympia-Trauma besiegt, beim famosen Slalom-Triumph in Cortina d'Ampezzo für große Emotionen gesorgt und erneut ein Kapitel Sport-Geschichte geschrieben.
"Das war ein Moment, von dem ich geträumt habe - und vor dem ich auch große Angst hatte", sagte Shiffrin über ihre Gefühle nach der Zieleinfahrt am Mittwoch. Ihre Mutter Eileen hatte sie innig umarmt, die Olympiasiegerin selbst aber auch an ihren 2020 bei einem Unfall gestorbenen Vater Jeff gedacht.
"Alles, was man im Leben tut, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat, ist wie eine neue Erfahrung. Es ist wie eine Wiedergeburt", erklärte Shiffrin, immer wieder vergoss sie bei der Pressekonferenz Tränen. "Und es gibt immer noch so viele Momente, in denen ich mich dagegen wehre. Ich will nicht ohne meinen Vater leben", sagte die 30-Jährige. "Und vielleicht konnte ich das heute zum ersten Mal wirklich akzeptieren, als Realität."
Der Tod ihres Vaters vor gut sechs Jahren war ein heftiger Schicksalsschlag für Shiffrin. Zudem hatte sie in der jüngeren Vergangenheit mehrfach mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Besonders dramatisch war es, als sie im November 2024 bei einem Sturz im Riesenslalom von Killington eine Stichwunde im Bauch erlitt und operiert werden musste. In der Folge hatte sie lange mit mentalen Problemen zu kämpfen, fand vor allem bei einer Person aber immer wieder Halt: ihrem Verlobten, dem norwegischen Skistar Aleksander Aamodt Kilde.

Das deutsche Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat bei den Winterspielen von Mailand und Cortina Bronze im Teamsprint gewonnen. Die beiden Oberstdorferinnen müssen sich nur den Olympiasiegerinnen Sundling und Dahlqvist aus Schweden und Kälin/Fähndrich aus der Schweiz geschlagen geben.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht im Viertelfinale der Olympischen Spiele. Den Umweg über das Playoff-Spiel gegen Frankreich bewältigen die Männer um NHL-Star Leon Draisaitl letztlich deutlich mit 5:1. In der nächsten Runde wartet mit der Slowakei ein machbarer Gegner - damit ist sogar eine Medaille möglich.











