
Trumps Ultimatum könnte verheerende Folgen haben - für die Golfstaaten
n-tv
US-Präsident Trump droht mit Angriffen auf die iranische Stromerzeugung. Teheran kontert unbeeindruckt: Womöglich steht die Wasserversorgung von Millionen Menschen in den Golfstaaten auf dem Spiel.
Donald Trump zündet im Iran-Krieg eine neue Eskalationsstufe. Der US-Präsident droht, iranische Kraftwerke zu zerstören, wenn die Islamische Republik die Straße von Hormus nicht freigibt. Teheran habe 48 Stunden Zeit. Die Meerenge am Persischen Golf ist wichtig für den globalen Öl- und Gashandel. Das Ultimatum würde in der Nacht zu Dienstag, deutscher Zeit, ablaufen. Der Iran reagiert prompt: Er droht seinerseits, die Energieinfrastruktur und Entsalzungsanlagen in den mit den USA verbündeten Golfstaaten ins Visier zu nehmen. Die Wasserversorgung von Millionen Menschen stünde auf dem Spiel.
Warum kann der Iran die Straße von Hormus faktisch blockieren?
Die Meerenge vor Irans Küste ist eine wichtige Ader für den Welthandel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe mehrfach gedroht, dort Schiffe anzugreifen. Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Der Schiffsverkehr ist praktisch zum Erliegen gekommen.
Für den Iran wäre es mit relativ einfachen Mitteln möglich, großen Schaden anzurichten. So soll der US-Generalstabschef Dan Caine Trump laut einem Bericht der "New York Times" im Oval Office gewarnt haben, ein einziger iranischer Soldat auf einem Schnellboot könnte eine Rakete auf einen langsamen Tanker abfeuern oder eine Mine anbringen.
Die Reeder schicken keine Tanker mehr durch die Meerenge, weil eine glaubwürdige Drohung herrscht. Deswegen ist die Straße auch ohne tatsächliche Blockade de facto gesperrt - selbst, wenn kein Tanker angegriffen wird.













