
Rassistische Gesänge in Diskothek - Woidke entsetzt
n-tv
Wieder einmal werden zur Melodie von "L'amour toujours" öffentlich ausländerfeindliche Parolen gegrölt. Brandenburgs Ministerpräsident sieht ein "massives gesellschaftliches Problem". Nicht nur er.
Wieder einmal werden zur Melodie von "L'amour toujours" öffentlich ausländerfeindliche Parolen gegrölt. Brandenburgs Ministerpräsident sieht ein "massives gesellschaftliches Problem". Nicht nur er.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich entsetzt über einen ausländerfeindlichen Vorfall in einer Diskothek im Landkreis Elbe-Elster geäußert. Ähnlich wie bei einem früheren Vorfall auf Sylt hatten Jugendliche den Song "L'amour toujours" dort mit rassistischen Gesängen "Deutschland den Deutschen. Ausländer raus" unterlegt. Woidke schrieb dazu bei Instagram, er sei "fassungslos" angesichts solcher "Nazi-Parolen" und: "Wir dürfen dazu niemals schweigen."
Der Vorfall, der sich vor rund einer Woche in der Ortschaft Falkenberg auf einer Teenager-Party in dem Club "Blue Velvet" abgespielt hatte, war durch ein Video auf Instagram bekannt geworden, das dort von der Initiative "Unteilbar.Elbe-Elster" veröffentlicht wurde. Die Polizei leitete inzwischen Ermittlungen gegen Unbekannt ein.
"Es ist ein abstoßendes Geschehen, das sich da abspielt", sagte Woidke zu dem Vorfall dem Sender RBB. "Dieses Geschehen zeigt, dass wir in Brandenburg ein massives gesellschaftliches Problem haben", räumte der SPD-Politiker ein. Der Ministerpräsident verwies dabei auch auf weitere Vorfälle in Brandenburg, aber auch in anderen Bundesländern.
Es gehe hier um ein Problem, "das nur durch die gesamte Gesellschaft gelöst werden kann", hob Woidke hervor. Deswegen sei es wichtig, die Zivilgesellschaft zu fördern, um bei der jungen Generation das Bewusstsein zu stärken, wie wichtig Demokratie und Freiheit sei.













