
FDP will Religionsunterricht abschaffen
n-tv
Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl beschließt die FDP Mecklenburg-Vorpommern ihr Wahlprogramm. Was wollen die Liberalen?
Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl beschließt die FDP Mecklenburg-Vorpommern ihr Wahlprogramm. Was wollen die Liberalen?
Schwerin (dpa/mv) - Die FDP hat ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl am 20. September vorgelegt. Nach zweitägiger Diskussion beschlossen die Teilnehmer eines Landesparteitags in Banzkow bei Schwerin das rund 150 Seiten umfassende Programm einstimmig.
Die Freien Demokraten sprechen sich unter anderem für eine Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem aus - sie fordern die Wiedereinführung von Haupt- und Realschule. Die 2002 in Mecklenburg-Vorpommern eingeführte Regionale Schule, die Haupt- und Realschule abgelöst hat, will die FDP abschaffen. So wollen die Liberalen mehr Vielfalt im Schulsystem schaffen.
Sie sprechen sich im Wahlprogramm auch für die Beibehaltung der Förderschulen aus. Den Religionsunterricht in der aktuellen Form will die FDP beenden. "Als Ersatz könnte ein neutraler Fachunterricht über alle Religionen treten", heißt es im Programm.
Zum Auftakt des Parteitages hatte der FDP-Bundesvorsitzende Christian Dürr die Liberalen dazu aufgerufen, sich als "radikalen Gegenentwurf zum Weiter so" in Deutschland zu profilieren. In einem Video-Grußwort sagte er: "Ja, es sind harte Zeiten für die FDP und für Deutschland."













