
Theologin Käßmann will nicht mehr mit Wagenknecht demonstrieren
Die Welt
Sahra Wagenknecht verliert Unterstützer für die anstehende Demonstration „Aufstand für Frieden“. Die Theologin Margot Käßmann kritisiert, es gebe keine ausreichende Abgrenzung von „nationalistischen und menschenfeindlichen Personen“. Das „Manifest für den Frieden“ hält Käßmann aber weiter für richtig.
Die evangelische Theologin Margot Käßmann will am Samstag nicht an der Kundgebung zum umstrittenen „Manifest für den Frieden“ in Berlin teilnehmen. Käßmann begründete ihre Absage am Dienstag mit einer fehlenden Abgrenzung der Publizistin Alice Schwarzer und der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht nach rechts. Die Stoßrichtung des von Schwarzer und Wagenknecht initiierten „Manifests für den Frieden“, das ein Jahr nach dem russischen Überfall einen Stopp der Rüstungsexporte an die Ukraine und sofortige Verhandlungen fordert, trage sie aber weiter mit.
Wer sich für Frieden einsetze, müsse sich klar von nationalistischen und menschenfeindlichen Personen und Gruppen abgrenzen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Käßmanns und des Bundessprechers der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Jürgen Grässlin. „Dies war in Äußerungen der Initiatorinnen der genannten Kundgebung leider nicht klar genug der Fall“, bemängeln die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Käßmann, und Grässlin, die zu den 67 Erstunterzeichnern des Manifests gehören.













