
Statistik: Apotheken in Rheinland-Pfalz werden weniger
n-tv
Immer mehr Apotheken schließen in Rheinland-Pfalz – für viele Kunden bedeutet das längere Wege und weniger Beratung vor Ort. Woran liegt das?
Immer mehr Apotheken schließen in Rheinland-Pfalz – für viele Kunden bedeutet das längere Wege und weniger Beratung vor Ort. Woran liegt das?
Bad Ems/Mainz (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz sinkt die Zahl der Apotheken. Laut dem Statistischen Landesamt gab es 2024 rund 850 Apotheken im Land, darunter 26 Krankenhausapotheken. Innerhalb eines Jahres entspreche das einem Minus von 30 Standorten oder 3,4 Prozent.
Besonders deutlich werde die Entwicklung im Zehnjahresvergleich: Seit 2014 ist der Statistik zufolge mehr als jede fünfte Apotheke verschwunden (minus 22 Prozent).
"Die Zahl der Apothekenschließungen in Rheinland-Pfalz ist weiterhin kritisch", sagte der Vorsitzende des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz, Jan-Niklas Francke. Eine Ursache sei die ausbleibende Honoraranpassung für Apotheken. Seit der Umstellung der Arzneimittelpreisverordnung auf das heutige feste Packungshonorar vor 22 Jahren habe es nur eine einzige Erhöhung gegeben: "2013 stieg die Vergütung einmalig um lediglich 3,1 Prozent", sagte Francke. "Das darf so nicht weitergehen. Apotheken sind darauf angewiesen, dass der Staat ihr Honorar regelmäßig anpasst."
Der Leiter des Landesverbands der Ersatzkassen (VDEK) in Rheinland-Pfalz merkte an, dass auch Vergütungen hinzugekommen seien. "Seit 2013 wird jeder Nacht- und Notdienst vergütet, derzeit mit rund 550 Euro pro Vollnotdienst", sagte Martin Schneider. Demnach werden Rezepturen seit 2017 mit je 8,35 Euro pro Rezeptur zusätzlich entlohnt.













