
Serbien: Sprengstoff an Gas-Pipeline nach Ungarn entdeckt
n-tv
Serbiens Präsident meldet einen geplanten Angriff auf eine Gas-Pipeline in seinem Land. Brisant: Die Pipeline führt nach Ungarn, wo nächstes Wochenende gewählt wird. Kritiker von Regierungschef Orbán vermuten ein abgekartetes Spiel: eine False-Flag-Aktion mit russischer Unterstützung?
Serbiens Präsident meldet einen geplanten Angriff auf eine Gas-Pipeline in seinem Land. Brisant: Die Pipeline führt nach Ungarn, wo nächstes Wochenende gewählt wird. Kritiker von Regierungschef Orbán vermuten ein abgekartetes Spiel: eine False-Flag-Aktion mit russischer Unterstützung?
In Serbien sind nach Angaben von Präsident Aleksandar Vucic an einer Gas-Pipeline nach Ungarn "Sprengstoff in verheerender Kraft" sowie die dazugehörigen Zündschnüre gefunden worden. Er habe darüber bereits telefonisch mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán gesprochen, teilte Vucic auf Instagram mit.
Orbán bestätigte das Telefonat mit Vucic und kündigte für Sonntagnachmittag eine Krisensitzung des Verteidigungsrats seines Landes an. In einer Woche, am 12. April, steht in Ungarn die Parlamentswahl an. Die Ermittlungen zu dem Sprengstoff-Fund würden andauern, erklärten Vucic und Orbán, die seit langem gute Beziehungen pflegen.
Man habe den Sprengstoff nahe der Ortschaft Velebit an der ungarischen Grenze an der Pipeline Balkan Stream gefunden, erklärte Vucic weiter. Die Pipeline transportiert russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien, Serbien und Ungarn.
Der ungarische Investigativjournalist Szabolcs Panyi deutete auf X an, dass es sich bei der Mitteilung des serbischen Präsidenten um eine vorgetäuschte Aktion zur Unterstützung Orbáns bei der Parlamentswahl handeln könnte. "Was wir alle befürchtet haben, geschieht: Der ungarische Russland-Experte András Rácz schrieb vor drei Tagen über einen möglichen, von Russland unterstützten False-Flag-Angriff in Serbien, der die Gaspipeline nach Ungarn zum Ziel hat", schrieb Panyi. Dieselben Informationen hätten bereits Wochen zuvor mehrere Journalisten von Quellen aus ungarischen Regierungskreisen erhalten.













