
Kiews Militär untersucht verlustreichen Gegenangriff bei Pokrowsk
n-tv
Ein mechanisierter Gegenangriff endet für die ukrainische Armee mit schmerzlichen Verlusten. Ein prominenter Drohnenexperte erhebt schwere Vorwürfe gegen die Führung des eingesetzten Regiments. Doch die Einheit wehrt sich.
Ein mechanisierter Gegenangriff endet für die ukrainische Armee mit schmerzlichen Verlusten. Ein prominenter Drohnenexperte erhebt schwere Vorwürfe gegen die Führung des eingesetzten Regiments. Doch die Einheit wehrt sich.
Die ukrainische Armee hat Ermittlungen wegen eines verlustreichen Gegenangriffs an der Pokrowsk-Front im Osten des Landes eingeleitet. "Am 31. März nutzte eine benachbarte Einheit des 425. Angriffsregiments Skelja die schlechten Wetterbedingungen und führte im Gebiet der Ortschaft Hryshyne aktive Maßnahmen zur Fortsetzung des Vorstoßes unter Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen durch", teilte das im Raum Pokrowsk zuständige 7. Armeekorps in den sozialen Netzwerken mit. "Die genannten Maßnahmen werden vom übergeordneten Militärkommando geprüft und untersucht."
Zuvor hatte der Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Serhij Sternenko, massive Kritik an der Einsatzführung des Regiments geübt. Angesichts der Dominanz von Drohnen seien feindliche Angriffe in Kolonnen ein leichtes Ziel und führten zu hohen Verlusten, schrieb der Drohnenexperte am Mittwoch auf der Plattform X. "Aber was ist mit den ukrainischen Kommandeuren, die dasselbe tun?"
Dazu veröffentlichte der Aktivist Standbilder aus einem Video der russischen Drohneneinheit Rubikon, auf denen zerstörte ukrainische Militärfahrzeuge zu sehen sind. "So mit unseren Leuten umzugehen, ist ein Verbrechen. Und dafür muss man zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte Sternenko. Die Zustände in einzelnen Verbänden seien "nicht besser als die russischen Praktiken". Dem müsse ein Ende gesetzt werden.
Das 425. Angriffsregiment wies die Kritik zurück. Man sei empört über die Äußerungen Sternenkos, der unter Verwendung eines russischen Propagandavideos falsche Darstellungen verbreitet habe, erklärte die Einheit auf X. Demnach habe man am 31. März zusammen mit der 115. Brigade einen "erfolgreichen Gegenangriff" im Raum Pokrowsk durchgeführt.

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