
SPD verärgert über Wadephul – Streit in der schwarz-roten Regierung über Militärausgaben
Die Welt
Uneinigkeit zwischen Union und SPD: Sozialdemokraten kritisieren den Vorstoß von Außenminister Wadephul bei den Militärausgaben, der Bundeskanzler bremst. Alle Entwicklungen im Liveticker.
Uneinigkeit zwischen Union und SPD: Sozialdemokraten kritisieren den Vorstoß von Außenminister Wadephul bei den Militärausgaben, der Bundeskanzler bremst. Alle Entwicklungen im Liveticker. Der Außenminister hat mit seiner Forderung nach einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent eine heftige Debatte ausgelöst. Nicht nur aus der Opposition kommt Kritik. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Adis Ahmetovic kritisiert Außenminister Johann Wadephul (CDU) für dessen Unterstützung von Trumps Forderung, fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für die Verteidigung auszugeben. „Ich rate allen, dass niemand jetzt allein vorprescht“, sagte er dem „Politico“-Playbook. Außenpolitische Fragen seien im Koalitionsvertrag „umfangreich geklärt. Und die Aufstellung des Bundeshaushalts wird in der Koalition abgestimmt“. In diesem sei ein Verteidigungsetat von fünf Prozent „konzeptionell nicht unterlegt“, eine öffentliche Festlegung darauf „daher nicht klug“, sagte die SPD-Haushaltspolitikerin Bettina Hagedorn. Die Aussage Wadephuls gefährde zudem den bisherigen Konsens von SPD, Union und Grünen, den Anteil am BIP deutlich zu erhöhen. Man solle die „Einigkeit, die es gibt, nicht durch Schnellschüsse aufs Spiel setzen“, so Hagedorn.

Ermittlungen, Abhörmaßnahmen, schwere Anschuldigungen: Der frühere BND-Präsident August Hanning sagt gegenüber WELT, dass er im Fall Christina Block zu Unrecht ins Visier der Justiz geraten sei. Er bestreitet die Beteiligung an einer Kindesentziehung oder deren Planung – und kritisiert seinerseits die Strafverfolger.

Trotz Unmuts in der AfD-Bundesspitze tritt die Landtagsabgeordnete Lena Kotré mit Rechtsextremist Martin Sellner auf. Aufforderungen aus ihrer Partei, sie habe allein das „Remigrationskonzept“ ihrer Partei zu vertreten, folgt sie nicht. Gegenüber früheren Äußerungen werden bei Sellner Widersprüche deutlich.











