
So viel arbeiten die Menschen in Thüringen
n-tv
Jüngster Statistik zufolge arbeiten Erwerbstätige in Thüringen weniger Stunden. Warum das aber nicht unbedingt etwas über Produktivität aussagt.
Jüngster Statistik zufolge arbeiten Erwerbstätige in Thüringen weniger Stunden. Warum das aber nicht unbedingt etwas über Produktivität aussagt.
Erfurt (dpa/th) - Die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit in Thüringen ist zurückgegangen. Im Jahr 2024 arbeiteten Erwerbstätige laut Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik pro Kopf 1.360 Stunden und damit 12 Stunden weniger als im Jahr zuvor. Auch insgesamt sei die Anzahl der von allen Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden in diesem Zeitraum um 1,7 Prozent auf 1,38 Milliarden zurückgegangen. Aktuellere Zahlen zur Entwicklung der Arbeitszeit hat das Landesamt noch nicht vorgelegt.
"In fast allen Thüringer Kreisen fiel das Arbeitsvolumen unter das Vorjahresniveau", so die Statistiker. Im Landkreis Sonneberg sei die stärkste Abnahme mit einem Minus von 3,8 Prozent verzeichnet worden. Einzig im Kyffhäuserkreis habe sich das Arbeitsvolumen minimal erhöht, nämlich um 0,3 Prozent. Dieser Anstieg sei auf eine gewachsene Zahl an Erwerbstätigen im Baugewerbe zurückzuführen.
Mit 1.381 Stunden lag 2024 im Landkreis Gotha die höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit in ganz Thüringen vor. Die wenigsten Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen erfassten die Statistiker in der Kulturstadt Weimar mit 1.330 Stunden. Die regionalen Unterschiede resultieren dem Landesamt zufolge etwa aus den wirtschaftlichen Strukturen der Kreise und Städte.
Bei diesen Strukturen geht es demnach vor allem auch darum, welche Branchen vertreten sind. So werden den Angaben nach im produzierenden Gewerbe durchschnittlich mehr Stunden je Person geleistet als in den Dienstleistungsbereichen.













