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Süddeutsche Zeitung
Metropolen würden zu Festungen, hieß es nach 9/11. Stattdessen wurde die Überwachung ausgebaut. Dabei übersah man die Ursachen des Hasses.
Was hat der 11. September 2001 mit der Stadt gemacht? Auf den ersten Blick: nichts. Die Angst vor Terroranschlägen, die nach den Attacken von Osama bin Ladens Gewaltschülern wie eine Schockwelle durch die westliche Welt raste, hat keine Metropole in eine Festung verwandelt, hat nicht dazu geführt, dass Gefechtstürme auf Hochhäusern installiert wurden, hat nirgends die Straßen verwaisen lassen. Die erste Befürchtung, Städte würden zu militärischen Sicherheitszonen, bewahrheitete sich nicht. Die Stacheldraht- und Kontrollpunktbilder wie aus Belfast in den Siebzigern oder aus Beirut in den Achtzigern wiederholten sich trotz der globalen Panik vor islamistischer Gewalt nicht.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











