
Russland schränkt Telegram weiter ein
ProSieben
Russland drosselt offenbar die Geschwindigkeit des Messengerdienstes Telegram, um eine vollständige Sperrung zu testen.
An zwei Tagen hintereinander ist der Messengerdienst Telegram in Russland an zwei Tagen hintereinander deutlich gedrosselt worden. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau" am Mittwoch (11. Februar) unter Berufung auf das Institute for the Study of War (ISW). Demnach drosselt Russland Telegram, um damit eine Sperre zu testen. Wie es in dem täglichen Bericht des US-Thinktanks mit Sitz in Washington hieß, meldeten Überwachungsplattformen für Online-Dienste am Morgen des 9. Februar einen starken Anstieg von Beschwerden über Telegram. Nachdem am Abend die Zahlen zunächst gesunken seien, stiegen sie am Morgen des 10. Februar erneut. Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) greift der Kreml bei Kommunikationsdiensten aktuell härter durch. Die russische Telekom-Aufsichtsbehörde Roskomnadsor hat demnach weitere Beschränkungen gegen verschiedene Messenger-Dienste angekündigt, darunter auch Telegram. Die Anbieter verstießen weiterhin gegen russische Gesetze, ließen Personendaten ungeschützt und unternähmen nichts gegen Betrug und die Nutzung ihres Services zu kriminellen und terroristischen Zielen, teilte die Behörde der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Daher werde Roskomnadsor schrittweise weitere Beschränkungen einführen.













