Rote Socken
Süddeutsche Zeitung
Der Antikommunismus war jahrzehntelang der Kitt der westdeutschen Gesellschaft. Taugt er noch immer zu politischer Instrumentalisierung? Was die neue alte Diskussion um Rot-Grün-Rot bedeutet.
Als Olaf Scholz 1975 der SPD beitrat, war er ein wuschelköpfiger Gymnasiast. Der SPD-Kanzler damals hieß Helmut Schmidt. Er war Volkswirt, er war ein begeisterter Marktwirtschaftler und er reifte im Kanzleramt zum Weltökonomen. Ausgerechnet dieser Helmut Schmidt wurde damals, im Bundestagswahlkampf von 1976, von der Kohl-CDU mit dem Slogan "Freiheit oder Sozialismus" und von der Strauß-CSU mit "Freiheit statt Sozialismus" traktiert. CDU und CSU taten seinerzeit so, als paktiere die Regierung Schmidt mit dem Weltkommunismus, weil sie die von Willy Brandt eingeleitete neue Ostpolitik fortsetzte. Das verfing durchaus, die Union hatte deutlichen Stimmenzuwachs, konnte aber, weil die FDP zur SPD hielt, keine Regierung bilden. Am Wahlabend resümierte der FDP-Innenminister Werner Maihofer: "Die Lumperei mit Freiheit statt Sozialismus ist nicht aufgegangen."
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











