
Putins Demütigung auf hoher See: Trump setzt Enter-Manöver auf der Schattenflotte ein Zeichen
Frankfurter Rundschau
Russlands Versuch, einen Öl-Tanker zu schützen, scheitert. Trump ignoriert Putins Drohungen und setzt ein Zeichen. Die Beziehungen sind angespannt. Eine Analyse.
Reykjavík – Seit seinem Machtantritt vor mehr als einem Vierteljahrhundert sehnt sich Russlands Präsident Wladimir Putin danach, dass Washington ihn als Führer einer Großmacht behandelt, als Ebenbürtigen der Vereinigten Staaten, so wie es dies während des Kalten Krieges tat. Stattdessen hat US-Präsident Donald Trump Russland in den winterlichen Gewässern des Nordatlantiks wie einen Winzling behandelt und seinen Präsidenten auf denkbar schmerzhafte Weise beiseitegefegt. Moskau hatte seinen Ruf und seine geopolitische Glaubwürdigkeit darauf gesetzt, den rostenden Öl-Tanker zu schützen, der am Mittwoch südlich von Island von US-Kräften geentert und beschlagnahmt wurde.

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