
Venezolaner in Frankfurt: „In Venezuela lebte man nicht, man überlebte nur“
Frankfurter Rundschau
Sergio Gonzalez und Marlies Endres flohen aus Venezuela nach Frankfurt. Ihre Erfahrungen mit der Diktatur haben sie geprägt.
Seit Tagen hört Sergio Gonzalez von seinen Patient:innen immer wieder diesen Satz: „Oh, das tut mir leid, was in Venezuela passiert ist. Ich muss ihnen dann erklären: ‚Nein, schau mal, das ist wirklich das Beste, was Venezuela in den letzten 25 Jahren passieren konnte‘. Ich bin den Amerikanern dankbar, dass sie Maduro festgenommen haben“, sagt der gebürtige Venezolaner. In Frankfurt arbeitet er als Krankenpfleger. „Wir wurden von einer Diktatur, die mit Chávez begann, gekidnappt, und Maduro übernahm diese Diktatur.“ Korruption habe das Land zerstört. Vor sieben Jahren hat der gebürtige Venezolaner sein Heimatland „wie neun Millionen Venezolaner, die im Ausland leben“, schweren Herzens verlassen.













