
Paris bekommt das Megaduell - und einen deutschen König?
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Nach seinem Olympiasieg über 400 Meter Freistil hat Lukas Märtens über die halbe Distanz die nächste Möglichkeit auf eine Medaille. Die erfolgsverwöhnten deutschen Vielseitigkeitsreiter sind mit der Mannschaft chancenlos, haben im Einzel mit Michael Jung aber Gold im Visier.
09.00 Uhr, Handball, Männer, Vorrunde, Deutschland - Japan: Schon für Frühaufsteher Andreas Wolff ist die Ansetzung problematisch, doch Youngster Renars Uscins kommt angesichts der vollkommen ungewöhnlichen Anwurfzeit für Deutschlands Handballer erst recht durcheinander. "Ich bin Morgenmuffel und eigentlich eher Spätaufsteher", sagt der bislang gefährlichste deutsche Olympia-Torjäger: "Es wird eine schwere Angelegenheit, in den Rhythmus zu kommen." 4.30 Uhr aufstehen, Gymnastikeinheit, Frühstück - so lautet der Plan von Alfred Gislason für die ungewöhnliche Anwurfzeit gegen Japan. Er werde persönlich aufpassen, so der Bundestrainer mit einem Augenzwinkern, "dass sich dann keiner wieder hinlegt".
13.30 Uhr, Tennis, Männer, zweite Runde: Erst der zweite Auftritt von Angelique Kerber, dann das Duell der Tennislegenden: Der Tag in Roland Garros bietet schon am Mittag beste Olympia-Unterhaltung, womöglich bei Temperaturen jenseits der 30 Grad. Kerber trifft bei ihrem Abschiedsturnier in der zweiten Runde ab 12 Uhr auf Jaqueline Adina Cristian (Rumänien), ab 13.30 Uhr spielen Novak Djokovic und Rafael Nadal gegeneinander - zum 60. Mal. Kein Match hat es häufiger gegeben als das zwischen den beiden Superstars. 30:29 steht es in der Bilanz für Djokovic, und der Serbe geht gegen den angeschlagenen Spanier auch als klarer Favorit in die Partie. Dennoch: Nadal wird sich auf "seinem" Court Philippe Chatrier, wo er 14-mal die French Open gewonnen hat, nicht einfach geschlagen geben. Das letzte Duell hatte er hier 2022 im Viertelfinale auf dem Weg zu seinem bislang letzten Titel in Roland Garros in vier Sätzen für sich entschieden.
15.00 Uhr, Vielseitigkeit, Springen, Einzel: Im Schatten des Schlosses von Versailles hofft Michael Jung auf einen königlichen Auftritt. Der 41-Jährige möchte sich zum dritten Mal nach 2012 und 2016 zum Olympiasieger im Einzel krönen, geht als Führender ins Finale. Der goldene Reiter wurde seinem makellosen Ruf im Gelände wieder mal gerecht. Ein "tolles Gefühl" sei sein perfekter Ritt mit Chipmunk gewesen, "jeder Sprung war super. Die Zuschauer drumherum, die einen angefeuert haben - das war eine unglaubliche Kulisse heute", lobte er, mahnte aber auch: "Alles kann noch schiefgehen. Ich denke noch gar nicht irgendwie an Gold oder irgendwas."
