
OpenAI-Rivale Anthropic zofft sich mit dem Pentagon
n-tv
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird immer wichtiger für die moderne Kriegsführung. Das birgt Risiken, wie ein KI-Unternehmen dem US-Verteidigungsministerium klarzumachen versucht. Anthropic pocht bei der Nutzung seiner Software auf Ausnahmen - und wird vom Pentagon bedroht.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird immer wichtiger für die moderne Kriegsführung. Das birgt Risiken, wie ein KI-Unternehmen dem US-Verteidigungsministerium klarzumachen versucht. Anthropic pocht bei der Nutzung seiner Software auf Ausnahmen - und wird vom Pentagon bedroht.
Der OpenAI-Konkurrent Anthropic legt sich mit dem Pentagon an und will Grenzen für die Verwendung seiner KI-Software im US-Militär durchsetzen. Anthropic bestehe darauf, dass Künstliche Intelligenz der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird, schreibt Mitgründer und Chef Dario Amodei in einem Blogeintrag. Das Verteidigungsministerium habe deshalb gedroht, Anthropic als ein Lieferketten-Risiko einzustufen, was das Geschäft des Unternehmens in den USA drastisch einschränken würde.
Mit dem Blogeintrag von Amodei bestätigen sich tagelange Medienberichte über den Streit zwischen der Firma und dem Pentagon. Aus dem Verteidigungsministerium kam ein Konter in scharfen Worten. Der ranghohe Beamte Emil Michael schrieb auf der Onlineplattform X, Amodei habe einen "Gott-Komplex" und wolle persönlich das US-Militär kontrollieren.
Das Verteidigungsministerium will nur mit KI-Firmen zusammenarbeiten, die "jedem legalen Einsatz" ihrer Software zustimmen. Anthropic beharrt jedoch darauf, dass die von der Firma geforderten Einschränkungen wichtig seien.
So warnte Amodei, dass Künstliche Intelligenz es möglich mache, über das Netz verstreute Daten einzelner Menschen in großem Stil automatisiert zu einem ausführlichen Bild ihres Lebens zusammenzusetzen. Und zugleich sei KI noch nicht verlässlich genug, um in vollständig autonomen Waffen eingesetzt zu werden. "Wir werden nicht wissentlich ein Produkt liefern, das Amerikas Krieger und Zivilisten in Gefahr bringt", schrieb der Anthropic-Chef.













