
Norwegische Botschafterin tritt wegen Kontakt zu Epstein zurück
n-tv
Die neuen Epstein-Akten sorgen für mächtig Wirbel. Eine Top-Diplomatin nimmt jetzt ihren Hut, da sie mehrfach in den Unterlagen auftaucht. Auch ihre Kinder sollen wohl von der Beziehung zum Sexualstraftäter profitieren.
Die neuen Epstein-Akten sorgen für mächtig Wirbel. Eine Top-Diplomatin nimmt jetzt ihren Hut, da sie mehrfach in den Unterlagen auftaucht. Auch ihre Kinder sollen wohl von der Beziehung zum Sexualstraftäter profitieren.
Die bekannte norwegische Diplomatin Mona Juul ist wegen ihrer Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein von ihrem Botschafterposten zurückgetreten. Wie das Außenministerium in Oslo mitteilte, trat Juul nach der Einleitung von Ermittlungen als Botschafterin in Jordanien und im Irak zurück. Sie war wegen ihrer Verbindungen zu Epstein bereits vorübergehend suspendiert worden.
Juul und ihr Ehemann Terje Röd-Larsen spielten eine wichtige Rolle bei den langwierigen geheimen Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), die Anfang der 1990er Jahre zum Friedensabkommen von Oslo geführt hatten. Norwegischen Medienberichten zufolge sind die beiden Kinder des Paars in Epsteins Testament als Erben einer Summe von insgesamt zehn Millionen Dollar (umgerechnet rund 8,5 Millionen Euro) eingesetzt.
Der norwegische Außenminister Espen Barth Eide nannte Juuls Rücktritt eine "richtige und notwendige Entscheidung". Eide erklärte, das Außenministerium werde während der laufenden Untersuchung weiterhin mit Juul sprechen, um das Ausmaß ihrer Verbindungen zu Epstein zu klären.
Das Justizministerium in Washington hatte Ende Januar mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht, darunter E-Mails, Fotos und Videos. Neben Juul tauchen norwegischen Medienberichten zufolge auch der Name des ehemaligen Ministerpräsidenten und früheren Generalsekretärs des Europarates, Thorbjörn Jagland, und des früheren Außenministers Börge Brende in den neuen Dokumenten auf. Seit 2017 ist er Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos.













