
Nach Polizeischuss auf Mädchen: Ermittlungen dauern noch
n-tv
Vor drei Monaten hat die Polizei in Bochum auf eine gehörlose Zwölfjährige geschossen. Der Fall hat Wellen geschlagen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden wohl noch einige Zeit dauern.
Vor drei Monaten hat die Polizei in Bochum auf eine gehörlose Zwölfjährige geschossen. Der Fall hat Wellen geschlagen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden wohl noch einige Zeit dauern.
Bochum (dpa/lnw) - Drei Monate, nachdem die Polizei auf ein gehörloses zwölfjähriges Mädchen in Bochum geschossen hat, ist ein Ende der Ermittlungen nicht absehbar. Derzeit werde unter anderem der Funkverkehr der Beamten während des Einsatzes ausgewertet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Mit Blick auf den Umfang der Ermittlungen können wir keinen zeitnahen Abschluss in Aussicht stellen."
Die Zwölfjährige hatte bei dem Polizeieinsatz in der Nacht zum 17. November einen Durchschuss in der Brust erlitten und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Mehrmals musste sie operiert werden. Die Polizisten hatten nach Angaben der Ermittler einen Messerangriff durch das Kind befürchtet und deshalb zu ihren Waffen gegriffen.
Gegen den Polizisten, der mit seiner Dienstwaffe geschossen hat, laufen Ermittlungen wegen versuchten Totschlags. Gegen den Kollegen, der seinen Taser gegen die Zwölfjährige einsetzte, wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die beiden Beamten seien aber wieder im Dienst, sagte ein Polizeisprecher.
Die Beamten waren ausgerückt, weil die Zwölfjährige in ihrer Wohngruppe für gehörlose Kinder und Jugendliche in Münster vermisst wurde und dringend ein Medikament einnehmen musste. Schließlich war klar, dass die Zwölfjährige zu ihrer Mutter nach Bochum gefahren war.













