
Nach der Pandemie mehr Todesfälle durch Krebs erwartet
Die Welt
Ab Ende 2022 oder Anfang 2023 werden laut der Deutschen Krebshilfe mehr Menschen an Krebs sterben. Die Folgen der Pandemie durch weniger Behandlungen und eingeschränkte Früherkennung schlagen sich demnach erst mit Verzögerung auf die Sterblichkeit nieder. Mehr im Liveticker.
Weil die Zahl der Krebsbehandlungen während der Corona-Pandemie gesunken ist, erwartet die Deutsche Krebshilfe, dass ab dem nächsten Jahreswechsel mehr Menschen an Krebs sterben. „Wenn sich die Versorgung verschlechtert oder auch Diagnosen zu spät gestellt werden, schlägt sich das auch bei vielen Krebspatienten nieder, allerdings erst mit Verzögerung“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er geht nach eigenen Worten davon aus, „dass sich die Folgen der Pandemie für die Krebssterblichkeit ab Ende 2022 oder Anfang 2023 in den Todesstatistiken zeigen werden“.
Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag gemeldet, dass sich die Zahl der stationären Krebsbehandlungen im ersten Corona-Jahr 2020 um sechs Prozent auf 1,45 Millionen verringerte. Zugleich gab es fünf Prozent weniger Krebsoperationen.

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