
Der traurigste Athlet dieser Olympischen Winterspiele
n-tv
Für Atle Lie McGrath könnten diese Olympischen Winterspiele nicht schrecklicher verlaufen. Er führt im Slalom nach dem ersten Durchgang, fädelt ein, scheidet aus - und will danach nur allein sein. Hinter seiner Trauer steckt mehr als nur die sportliche Enttäuschung.
Für Atle Lie McGrath könnten diese Olympischen Winterspiele nicht schrecklicher verlaufen. Er führt im Slalom nach dem ersten Durchgang, fädelt ein, scheidet aus - und will danach nur allein sein. Hinter seiner Trauer steckt mehr als nur die sportliche Enttäuschung.
Er ließ sich schlaff fallen, lag da im Schnee, neben der Piste. Vom Wald nur durch einen Zaun getrennt. Mit seinem weißen Rennanzug verschmolz er beinahe in seiner Umgebung. Nur noch ein Häufchen Elend war Atle Lie McGrath in diesem Moment. Am liebsten wollte sich der Norweger unsichtbar machen.
"Ich war von meinen Emotionen überwältigt", so der 25-Jährige. "Ich musste einfach weg von allem. Ich dachte, ich würde etwas Ruhe finden - was nicht der Fall war, weil Fotografen und Polizei mich im Wald gefunden haben."
Gerade hatte er die Chance auf Gold im Slalom bei den Olympischen Winterspielen vergeben. Als Führender nach dem ersten Durchgang stand er als Letzter oben im Starthaus. Der Norweger hatte alles in der eigenen Hand. Er warf die Möglichkeit weg. Nicht nur auf Gold, sondern überhaupt auf eine Medaille oder auch nur irgendeine Platzierung. McGrath fädelte an einer Stange ein, schied aus - und wollte nur noch weg. "Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich."
Und so warf er seine Skistöcke weg und stapfte los. Mit den unbequemen Skischuhen in den Tiefschnee, in Richtung Wald. Ein Bild der Trauer, ein armer Tropf, völlig gebrochen. Der traurigste Athlet dieser Spiele. Doch es steckt mehr hinter der herzzerreißenden Szene. Es ist nicht nur der geplatzte Olympia-Traum, der McGrath ins Tal der Tränen oder eben fast in den Wald schickt.

Das deutsche Skilanglauf-Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek hat bei den Winterspielen von Mailand und Cortina Bronze im Teamsprint gewonnen. Die beiden Oberstdorferinnen müssen sich nur den Olympiasiegerinnen Sundling und Dahlqvist aus Schweden und Kälin/Fähndrich aus der Schweiz geschlagen geben.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht im Viertelfinale der Olympischen Spiele. Den Umweg über das Playoff-Spiel gegen Frankreich bewältigen die Männer um NHL-Star Leon Draisaitl letztlich deutlich mit 5:1. In der nächsten Runde wartet mit der Slowakei ein machbarer Gegner - damit ist sogar eine Medaille möglich.











