
Mehr Gastronomie in Bayern
n-tv
Als die Mehrwertsteuer in Teilen der Gastronomie Anfang 2024 wieder auf 19 Prozent stieg, fürchteten viele eine Pleitewelle. Doch die Zahl der Betriebe in Bayern ist seither leicht gestiegen.
Fürth (dpa/lby) - Das große Wirtshaussterben nach dem Ende der Mehrwertsteuersenkung ist offenbar ausgeblieben. Zumindest die Zahl der gastronomischen Betriebe in Bayern ist vergangenes Jahr nicht gesunken, sondern sogar leicht gestiegen, wie aus aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik hervorgeht. Insbesondere die getränkelastige Gastronomie in den Städten legte zu.
Insgesamt gab es zwar viel Bewegung in der bayerischen Gastronomie, wie die Statistiker betonten, doch am Ende glichen sich die Verluste und Zugewinne beinahe aus. 5.255 vollständigen Aufgaben und Verkäufen standen laut Landesamt 5.472 Neugründungen und Käufe gegenüber - unter dem Strich ergibt das ein kleines Plus von 217.
Die Entwicklung überrascht auch deswegen, weil Ende 2023 die wegen Corona eingeführte vorübergehende Mehrwertsteuersenkung für Speisen in der Gastronomie ausgelaufen war. Angesichts des Wegfalls hatte es Sorgen gegeben, dass viele Wirte aufgeben würden. Zumindest in Summe ist es aber nicht zu einem massiven Rückgang gekommen - auch nicht auf dem Land. Ob dort allerdings möglicherweise alteingesessene Gasthäuser verschwanden während Imbissbuden entstanden, lässt sich aus der Statistik nicht ablesen.













