
Linksfraktion fordert mehr Engagement gegen Kinderarmut
n-tv
Magdeburg (dpa/sa) - Die Linke im Landtag fordert mehr Engagement im Kampf gegen Kinderarmut. Jedes vierte Kind in Sachsen-Anhalt spüre die Folgen von Armut täglich, sagte Fraktionschefin Eva von Angern am Donnerstag im Parlament. "Kinderarmut verletzt Kinderseelen." Zu oft entschieden Einkommensverhältnisse der Eltern über die Bildungschancen für Kinder. Die Linksfraktion dringt daher auf einen Landesaktionsplan zur Armutsbekämpfung und auf eine Kindergrundsicherung.
Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, die Landesregierung habe das Thema Armutsbekämpfung schon länger im Blick. "Uns ist selbstverständlich bewusst, dass die Eindämmung von Armut maßgeblich auf der Sicherung von Einkommen und der Stärkung der Haushalte beruht." Es gebe zudem viele Maßnahmen zur Unterstützung von Familien, wie beispielsweise das Kinderförderungsgesetz, welches Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung ermögliche.
Grimm-Benne verwies vor dem Hintergrund der gestiegenen Energiepreise außerdem auf unterstützende Maßnahmen des Bundes, etwa die Energiepreispauschale und den Einmalbonus für Familien. Außerdem gebe es einen Heizkostenzuschuss für Haushalte, die Wohngeld beziehen. Der Landtag will das Thema nun weiter in den Ausschüsse diskutieren.













