
Leitungswasser in MV – weiterhin eines der besten weltweit?
n-tv
Deutsches Leitungswasser zählt zu den besten der Welt. Vereinzelt kommt es aber doch zu Aufforderungen, das Trinkwasser wegen Keimbelastung abzukochen. Versorger sehen eine weitere Gefahr.
Deutsches Leitungswasser zählt zu den besten der Welt. Vereinzelt kommt es aber doch zu Aufforderungen, das Trinkwasser wegen Keimbelastung abzukochen. Versorger sehen eine weitere Gefahr.
Greifswald/Schwerin (dpa/mv) - Im September vergangenen Jahres mussten 60.000 Einwohner von Greifswald ihr Leitungswasser für einige Tage abkochen, nachdem Darmkeime entdeckt worden waren. In der Region Grimmen im Landkreis Vorpommern-Rügen traf es im selben Monat 7.900 Menschen. Im Februar 2026 erging eine Abkoch-Anordnung an rund 14.000 Einwohner mehrerer Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Greifswald, darunter Ueckermünde und Eggesin.
Ja, sagen die Landkreise und kreisfreien Städte, deren Gesundheitsämter bei festgestellten Keimbelastungen die Abkoch-Anordnungen erlassen. Das Wasser werde engmaschig getestet und bereits bei geringen Belastungen werde gehandelt, heißt es.
Eine Sprecherin der Stadt Schwerin erklärt, dass es beim Abkochgebot um eine mikrobielle Belastung geht. "Solche Erreger sind nach Trinkwasserverordnung genau definiert: darmpathogene Erreger, wie Enterokokken oder E.coli, aber auch gegebenenfalls Auffälligkeiten in Bezug auf Keimzahlerhöhungen oder coliforme Keime."
Die Landkreise und kreisfreien Städte sehen keine Zunahme. "Der Eindruck täuscht", heißt es etwa aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen. Auch in den vergangenen Jahren seien in seltenen Fällen Keimbelastungen im Trinkwasser festgestellt und Abkochgebote angeordnet worden.













