
Laschet bei Kanzler-Triell angriffslustig – doch Zuschauer sehen ihn nicht als Sieger
Frankfurter Rundschau
Die Dreierrunde von Baerbock, Laschet und Scholz beim RTL-Triell bot wenig Überraschungen. Nach einer ersten Umfrage gibt es einen klaren Sieger.
Es war eine Premiere, aber nur, was das Format betraf: Drei Bewerber:innen um die Kanzlerschaft mussten sich noch nie dem öffentlichen Scherbengericht im TV stellen. Wie sie darauf reagierten, unterschied sich wenig von den Auftritten, die die bislang absolviert hatten. Die Inhalte waren bekannt, die Haltungen wichen nur graduell ab vom Erscheinungsbild. Nur bei Armin Laschet (CDU) war erkennbar, dass er sich wohl auf Anraten seiner Berater eine gewisse Angriffslust draufgeschafft hatte. Seine Wortbeiträge wurden durch Handkantenschläge verstärkt, die Diktion wirkte bemüht nachdrücklich. Dagegen vertraute Olaf Scholz (SPD) sichtlich auf die mit Erfolg in den vergangenen Wochen geübte staatsmännische ruhige Pose, während Annalena Baerbock (Grüne) gewohnt lebendig wirkte. Alle waren in dunkles Blau gekleidet, passend zu Studio-Deko, und mit anderem Hintergrund hätte man, zumal wegen Scholz' unpassender Krawatte, fantasieren können, hier seien der Leichenbitter, der Pastor und die wütende Witwe versammelt. Interessant war das Ergebnis der anschließenden Umfrage, mag man diese Art der politischen Wertung auch ablehnen. Bei der Abstimmung durch Forsa votierten die meisten RTL-Zuschauer (36 Prozent) für Scholz, 30 für Baerbock und 25 für Laschet. Bei den Sympathiewerten lag der CDU-Mann abgeschlagen (22 Prozent) hinter den beiden anderen (Scholz 38, Baerbock 37 Prozent)More Related News

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