Kam anders
Süddeutsche Zeitung
Einschätzungen zu den Hohenzollern von Max Weber, die glücklicherweise 103 Jahre zurückliegen.
Max Webers Rede "Politik als Beruf", 1919 nach dem Krieg und mitten in der Münchner Revolution gehalten, ist mit seiner Unterscheidung zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik das kleine Einmaleins der Politik geworden. Kein Einführungskurs in die Politikwissenschaft kommt ohne dieses hehre Paar aus, kein Sonntagsredner möchte drauf verzichten, seine schwere Bürde im Amt mit dem Hl. Max zu erklären, behelfsweise auch mit dessen Interpreten Hans Maier, der wie Weber den Staatsmann als "verstrickt in den politischen Betrieb und seine Dämonie, gefährdet an seiner Seele" sieht, als einen, der "gleichwohl sittlich zu handeln strebt, indem er die Folgen seines Handelns bedenkt und von hier aus - also nicht aus dem entlastenden Bewusstsein seiner politisch unerprobten Gesinnung - seine Entscheidungen trifft".More Related News

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











