Im Land der Schneekönigin
Süddeutsche Zeitung
Menschenleere, weite Natur und angeblich die reinste Luft der Welt: Ein paar Gemeinden in Lappland setzen seit Jahrzehnten auf sanften, nachhaltigen Tourismus - und haben immer neue Ideen. Wie das geht? Ein Besuch.
Wer in Finnisch-Lappland auf den Sallatunturin Fjell hochsteigt, um den Sonnenaufgang zu erleben, muss kein Frühaufsteher sein. Mitte Februar geht die Sonne um halb neun Uhr auf. Von der baumlosen Ebene schweift der Blick rundum über tief verschneite Natur, im Osten kann man bei klarem Wetter bis nach Russland schauen. So hatte man sich als Kind das Reich der Schneekönigin vorgestellt. Winterwälder, Nadelbäume, so dick in Schnee und Eis eingepackt, als hätte ein verrückter Zuckerbäcker sie mit viel zu viel weißer Kuvertüre zugekleistert. Die Schneelast drückt einige Baumspitzen im Halbkreis zu Boden.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.












