"Ich wollte nicht wieder das machen, was wir immer machen"
Süddeutsche Zeitung
Der Jazzpianist Roberto Di Gioia gehört zu den begehrtesten Produzenten Deutschlands und beherrscht das Epochen-Mimikry wie kaum ein anderer. Jetzt hat er mit Rapper Max Herre ein Album aufgenommen, das die Aufregung der Siebzigerjahre in die Gegenwart holt. Eine Begegnung.
Der Pianist Roberto Di Gioia ist eine wandelnde Zeitmaschine, deswegen passt er an diesem Spätsommertag ganz hervorragend in die Kulisse dieses vietnamesischen Streetfood-Ladens, der mit Bretterverschlägen, Plastikschemeln und Straßenschildern so tut, als sei die Münchner Leopoldstraße ein Boulevard im Downtown Saigon der Siebzigerjahre. Er sieht ein bisschen anders aus als vor der Pandemie, als er mit seinem Jazzquartett Web Web in der Unterfahrt auftrat, einer der besten Jazzgruppen im Europa dieser Tage, die in den Tiefen der Souljazz-Geschichte unfassbare Kräfte mobilisieren kann. Wobei es bei diesem späten Lunch ebenfalls um Web Web gehen soll, nur dass er jetzt einen dieser hufeisenförmigen Schnauzbärte und eine Bomberjacke trägt. Man wartet fast auf das Wappwappwapp eines Huey-Hubschraubers draußen. Aber da rauschen nur die neuesten Elektrofahrzeuge durch die bayerische Hauptstadt.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











