"Ich wäre eine gute Mutter"
Süddeutsche Zeitung
Svenja Steinke wünscht sich ein Pflegekind. Doch die Behörden halten die körperlich schwer eingeschränkte Frau für ungeeignet - nur ein ebenfalls behindertes Kind, das ginge vielleicht. Ist das Diskriminierung?
Auf den Fotos in ihrem Handy trägt Svenja Steinke den kleinen Milo in einem Tragesack vor dem Bauch, oder er sitzt ihr im Elektrorollstuhl auf dem Schoß. Mal sind die beiden bei einem Ausflug in den Tiergarten zu sehen, mal beim Eis-Essen im Café die Straße runter oder beim Blödeln auf dem Balkon ihrer Wohnung in Berlin-Pankow. Auf allen Bildern mit dem fünf Monate alten Jungen lacht die 34-Jährige, "mit ihm konnte ich üben", sagt sie und meint das Muttersein. Spätestens seit Milo ist die zierliche Frau mit den großen braunen Augen hinter der Brille und dem dunklen Pagenkopf überzeugt: "Ich wäre eine gute Mutter." Bekäme sie denn endlich eine Chance, es zu beweisen.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











