Ich habe dich nicht vergessen
Süddeutsche Zeitung
Nach Gesprächen glauben Menschen oft, das Gegenüber hat alles sofort wieder vergessen. Dabei denken viele noch intensiv über das Gesagte nach. Warum unterschätzen wir unseren Einfluss auf andere so häufig?
In manchen Gesprächen fühlt man sich wie eine Art glückloser Anstreicher. Das Gegenüber - Partner, Kinder, Kollegen - schauen mit leerem Blick durch einen hindurch, während man seine Worte auf eine Wand aus Fleisch und Blut pinselt. Das Gesagte perlt am Gegenüber ab, als sei es mit einer wortabweisenden Schicht imprägniert. So entsteht das Gefühl, das Gespräch sei vollkommen für die Katz gewesen, weil der andere, falls er überhaupt zugehört hat, sofort alles wieder vergisst und nichts, aber auch gar nichts aus der Unterhaltung mitnimmt. Danke auch.

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