Horst Seehofers späte Einsicht
Süddeutsche Zeitung
Der Bundesinnenminister verzichtet vorerst auf Abschiebungen nach Afghanistan. Er gibt damit einen skrupellosen Gedanken auf - auch wenn seine neuen Skrupel offenbar weniger den Geflüchteten gelten.
Wo endet Weltfremdheit, wo beginnt Skrupellosigkeit? Noch vor wenigen Tagen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer weitere Abschiebungen nach Afghanistan damit begründet, ohne sie würde man noch mehr Afghanen "motivieren", ihre Heimat Richtung Europa zu verlassen. Was Afghanistan betrifft, gibt es ja noch eine andere Debatte: über die ehemaligen Ortskräfte der Bundeswehr. Zum Teil finden sie deshalb nicht aus dem Land, weil die Bundesregierung ihnen zumindest lange Zeit jede Hilfe verwehrt hat; zum Teil inzwischen wohl auch deshalb, weil Behörden in Kabul sich querstellen.
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