
Hoeneß geht auf Attacke: Streit um Einfluss von Beratern
n-tv
Der zähe Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Upamecano entfacht eine Debatte um die Macht von Beratern. Uli Hoeneß kündigt einen Knallhart-Kurs an. Spielervermittler wehren sich gegen die Kritik.
Der zähe Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Upamecano entfacht eine Debatte um die Macht von Beratern. Uli Hoeneß kündigt einen Knallhart-Kurs an. Spielervermittler wehren sich gegen die Kritik.
München (dpa/lby) - Matthias Sammer will am liebsten den Berufsstand ganz abschaffen, und nun teilt auch Uli Hoeneß scharf gegen Berater aus. Nach dem zähen Vertragspoker um Bayern Münchens Dayot Upamecano kündigte der Ehrenpräsident des Rekordmeisters einen Knallhart-Kurs an – sehr zum Ärger von Spielervermittlern und dem Spielerberaterverband, die von platten Vorwürfen und "heillosem Populismus" sprechen.
"Wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft. Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird", hatte der langjährige Bayern-Manager Hoeneß in der "Bild"-Zeitung gesagt. "Sie verdienen viel zu viel Geld für das, was sie leisten – bei einigen geht es nicht über drei Mittagessen mit uns hinaus."
Hoeneß drohte in diesem Zusammenhang indirekt auch mit einer schwarzen Liste. "Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden", sagte er.
Auslöser seiner Wutrede waren die langwierigen Vertragsgespräche mit Verteidiger Upamecano, die von Spekulationen über Handgeld und Ausstiegsklausel begleitet wurden. Erst vergangene Woche unterschrieb der französische Nationalspieler bis 2030. "Im Fall Upamecano wollten die Berater entweder den Preis bei uns hoch- oder ihn zu einem anderen Club treiben, und als Dankeschön sollen wir ihnen Handgeld zahlen", kritisierte Hoeneß.













