
"Haben alle anderen mehr Sex als ich, Dr. Khadjavi?"
n-tv
Sexualität ist kein "nice to have", sondern ein wichtiger Anteil von Beziehungspflege, sagt die Paartherapeutin Stephanie Khadjavi. Wir wollen wissen, ob Sex einen anderen Stellenwert hat als früher. Vor allem wollen wir aber wissen, ob Mythen über Sex wirklich Mythen sind. Oder vielleicht doch stimmen?
Sexualität ist kein "nice to have", sondern ein wichtiger Anteil von Beziehungspflege, sagt die Paartherapeutin Stephanie Khadjavi. Wir wollen wissen, ob Sex einen anderen Stellenwert hat als früher. Vor allem wollen wir aber wissen, ob Mythen über Sex wirklich Mythen sind. Oder vielleicht doch stimmen?
ntv.de: Wir beginnen mit dem Mythos: "Alle anderen haben mehr Sex als ich". Stimmt das?
Stephanie Khadjavi: Zunächst einmal: "Der Vergleich ist des Glückes Tod", und nein, so darf man da nicht herangehen. Sich zu vergleichen hat etwas sehr Kompetitives, die zugrundeliegende Sorge jedoch, dass man vielleicht zu wenig oder qualitativ zu schlechten Sex hat, die gibt es und die ist auch normal. Die Libido ist unterschiedlich, vor allem in festen Beziehungen ist sie großen Schwankungen unterworfen. Auch das ist total normal. Die gelebte Praxis richtet sich, im besten Fall, nach der Person, die weniger will. Problematisch wird es, wenn es für den anderen nicht reicht. Und das ist etwas sehr Individuelles.
Dennoch - gibt es Richtwerte?
Es gibt eine Studie der US-amerikanischen Psychologin Amy Muise von der University of Toronto, die besagt, grob zusammengefasst, dass es keine klare Empfehlung für die Häufigkeit von Sex gibt, zumal der Wunsch nach Intimität individuell unterschiedlich ist. Studien mit Paaren weisen allerdings darauf hin, dass einmal Sex pro Woche ideal für das mentale Wohlbefinden in der Beziehung ist.













