Geköpftes Huhn als sterbender Schwan
Süddeutsche Zeitung
Düsseldorfs neuer Ballettchef Demis Volpi startet mit einem getanzten Drama aus seiner Heimat Argentinien.
In Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" gibt es eine Szene, die alles verrät, was das Wesen des Kinos ausmacht. Da linst ein kaum halbwüchsiger Kerl durch ein Guckloch auf die Tanzetüden eines bildschönen Mädchens, das umso mehr aufdreht, als es um die Anwesenheit des Voyeurs weiß. Später ersteht der Junge ein Sahnetörtchen für die Angebetete. Aber er kann der Versuchung nicht widerstehen und verputzt die Süßigkeit fast zur Gänze selber. Beide Szenen hat Düsseldorfs Ballettchef Demis Volpi in seine erste abendfüllende Bühnenpremiere "Geschlossene Spiele" eingebaut: als musikalisches und bildliches Zitat. Der Abend will, so lässt sich dieses Verweissystem deuten, den Kern der Tanzkunst anbohren - gerade so, wie Sergio Leone einst das Kino als voyeuristische Veranstaltung entlarvte und verklärte. Aber weil Volpi mit mehr Einfallsreichtum als Eindringlichkeit operiert, entfaltet seine Choreografie kaleidoskopische Qualitäten statt tieferer Einsichten.

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