"Es wird kein Funken von uns zu Ihnen überspringen"
Süddeutsche Zeitung
Schlagabtausch, Entscheidungsdebatte und ähnliche Aufregungsbegriffe: Wenn ein Triell schon keine Handlung hat, muss man es wenigstens laut ankündigen.
Im Sinne Peter Handkes war das Ding am Sonntagabend ein Sprechstück. "Die Sprechstücke sind Schauspiele ohne Bilder", erklärt Handke, "insofern, als sie kein Bild von der Welt geben." Das schrieb Handke 1966 in einer Bemerkung zu seinem Sprechstück "Publikumsbeschimpfung". "Die Sprechstücke bedienen sich der natürlichen Äußerungsform der Beschimpfung, der Selbstbezichtigung, der Beichte, der Aussage, der Frage, der Rechtfertigung, der Ausrede, der Weissagung, der Hilferufe." Etwas anderes gab es bei dem Ding am Sonntagabend auch nicht, obwohl die Kategorie der Selbstbezichtigung fehlte. Dafür war die Kategorie der Weissagung stärker vertreten, auch wenn die sich beim Sprecher Laschet manchmal wie ein Hilferuf ("Bundeskanzler des Vertrauens") und beim Sprecher Scholz wie eine Ausrede (Cum-Ex, nix falsch gemacht) anhörte.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











